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Studiengang:
Der seit 1986 an der Universität Lüneburg bestehende Studiengang Angewandte Kulturwissenschaften bietet eine Ausbildung zu Magister/Magistra Artium (M.A.) Angewandte Kulturwissenschaften.

Aufnahmekriterium ist der Numerus Clausus (N.C.) des Bewerbers (zur Zeit: 1,6).

Hauptfächer:
- Betriebswirtschaftslehre
- Sprache und Kommunikation

Nebenfach I:
- Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Nebenfach II:
- Rechts- und Wirtschaftswissenschaften

Studienziele und mögliche Berufsfelder:
Der Studiengang zielt auf eine Verbindung von kulturwissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Studieninhalten, die den geänderten beruflichen Anforderungen Rechnung trägt.

Für die spätere berufliche Tätigkeit werden die Absolventen in besonderem Maße durch berufsfeldorientierte Studienangebote und durch die Vermittlung von Kenntnissen in Datenverarbeitung und Fremdsprachen ausgebildet und vorbereitet. Was die Verhältnisse von Theorie und Praxis betrifft, ist das Lüneburger Modell in der Mitte zwischen den Polen angesiedelt. Diese werden einerseits durch rein praxisbezogene "Kulturmanagement"-Angebote markiert, andererseits durch theorie- und wissenschaftsbezogene Modelle, wie man sie etwa an der Humboldt Universität zu Berlin oder an der Europa Universität Viadrina Frankfurt/Oder findet.

Das Studium der Angewandten Kulturwissenschaften öffnet Berufsmöglichkeiten beispielsweise in den Bereichen Medien, Handel, Tourismus, Kultur oder Werbung. Das Spektrum der beruflichen Tätigkeiten reicht von PR- und Öffentlichkeitsarbeit, Journalismus, Marketing bis hin zu Aufgaben in den Bereichen Kommunikation, Beratung oder Kulturmanagement. Angesichts ihrer Flexibilität sind sie in den unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen tätig, nicht nur in den Feldern der symbolischen Ökonomie, der Medien bzw. der kulturellen Produktion im engeren Sinn.

Zum Begriff "Kultur":
Unter Kultur versteht man in der modernen Wissenschaft die "Gesamtheit der menschlichen Leistungen".
,Kultur’ ist kein Gegenstand neben anderen Gegenständen. ‚Kulturwissenschaft’ ist keine spezifische geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplin neben anderen Disziplinen. ‚Kultur’ ist auch nicht das, was die Humanwissenschaften ‚natürlicherweise’ als ihr konstitutives Objekt reklamieren können. Statt dessen: eher ein spezifisches, intern vielfach differenziertes Forschungsprogramm mit den Merkmalen der Inter- bzw. Transdisziplinarität, Objekt- bzw. Fragestellungszentrierung, Methodenpluralismus und Theorienpluralismus, was eine bestimmte Perspektive des Fragens und der Analyse mit sich bringt.

Kulturwissenschaften in Lüneburg haben nichts mit Ethnologie, Theaterwissenschaften oder Kunst zu tun, sondern stellen ein inter- sowie transdisziplinäres Studium dar, in dem Aspekte der Wirtschaftswissenschaften und Kommunikationswissenschaften aus verschiedenen Perspektiven behandelt werden.

Quelle: Homepage Universität Lüneburg


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